Spatenstich für das Agrarium am Kiekeberg


Zusammenarbeit von foodacive und dem Museum für mehr Lebensmittelindustrie im Agrarium
„Agrarium – der Name klingt nach Landwirtschaft, nach Gelehrsamkeit und Wissensvermittlung. Hier, im Freilichtmuseum am Kiekeberg, steht er für ein Ausstellungshaus, das speziell für die Vermittlung der Land- und Ernährungswirtschaft errichtet wird." Mit diesen Worten begrüßt Hans-Heinrich Ehlen, Niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, die Gäste beim feierlichen ersten Spatenstich für das Agrarium im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Mit dem Agrarium hat sich das Museum das Ziel gesetzt, die Entstehung der Nahrung auf allen Produktionsstufen zu zeigen. „‚Der Mensch ist, was er isst’, lautet ein geflügeltes Wort. Wenn das wahr ist, dann folgt auf die grundsätzlichen Fragen: ‚Wer bin ich?’ und ‚Wo komme ich her?’ zwangsläufig die Frage: ‚Wo kommt unser Essen her?’ Es geht hier im Agrarium also um die elementaren Dinge unseres Daseins", so der Minister weiter.
Joachim Bordt, Landrat des Landkreises Harburg und damit Bauherr des Agrariums, zeigt sich sichtlich stolz auf das neue Vorzeigeprojekt seines Landkreises: „Das Museumskonzept am Kiekeberg schreibt Bildung groß, jedoch eine Bildung, die nicht langweilig ist und vom Katheder kommt, sondern eine Bildung, die mit Anschaulichkeit und Lebendigkeit lockt und in die der Besucher sich quasi hineinbegibt – aktiv und interaktiv und auch über moderne Medien. Das neue, innovative Agrarium belegt mit den Themen Landwirtschaft und Ernährungsindustrie zwei Felder, die bei uns im Landkreis und der südlichen Metropolregion in besonderer Weise zu Hause sind."Jürgen Abraham, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, weist auf die enorme Bedeutung des Agrariums für die Erziehung und Aufklärung der Konsumenten hin: „Es ist wichtig, heute mehr denn je, die Zusammenhänge von Produktion und Warenangebot zu beschreiben. Es kann nicht sein, dass wir alle Fleisch essen möchten, bei der Schlachtung eines Tieres jedoch am liebsten die Polizei rufen würden. Das Agrarium am Kiekeberg kann bei der Aufklärung der Verbraucher eine immens wichtige Rolle spielen, denn es zeigt eben dieses Zusammenhang von Nahrung, der landwirtschaftlichen Urproduktion und der industriellen Verarbeitung", so Jürgen Abraham weiter.
Daher ist es dem Museum auch wichtig, die Lebensmittellindustrie in das Agrarium einzubinden. Es ist das Ziel, nicht nur das Entstehen, den Anbau von Lebensmittel sondern auch den Weg von der Produktion zum fertigen Lebensmittel aufzuzeigen. So läßt sich beispielsweise ein Kräutergarten anlegen, aus dem Kräuter für einen Tee gewonnen werden. Ebenso soll u.a. die Verarbeitung von Reis, von Getreide zu Cräckern oder auch die Herstellung von Schinken dargestellt werden. Bei der Kontaktanbahnung zwischen Unternehmen und Museum hat die Süderelbe AG im Rahmen der Ernährungsinitiative foodactive maßgeblich unterstützt.
Auch Professor Dr. Rolf Wiese, Direktor des Freilichtmuseums am Kiekeberg, sieht im Agrarium eine riesengroße Chance für das Museum: „Neben der wichtigen Aufklärung rund um die Themen Landwirtschaft und Ernährung, können wir im Agrarium endlich auch einen großen Teil unserer Sammlung unseren Besucher zeigen. Wir zeigen die Geschichte der Landwirtschaft, die Gegenwart und wir wagen sogar einen Blick in die Zukunft." Das Agrarium ist mit seiner innovativen Ausstellungskonzeption in Deutschland einmalig.
„Es gibt das Stereotyp von Kindern, die noch nie einen Bauernhof gesehen haben und die denken, Kühe seien lila. Auch in diesem Stereotyp steckt ein Stück Wahrheit. Denn in der Regel bekommen die Schüler von der Landwirtschaft wenig mit. Aber nur, wenn wir die Landwirtschaft auf attraktive Weise vermitteln, bekommen die Kühe für die jungen Menschen andere Farben als Lila", gibt Minister Ehlen den versammelten Gästen abschließend mit auf den Weg.
Der Landkreis Harburg und das Freilichtmuseum am Kiekeberg verwirklichen im Freilichtmuseum das Agrarium - ein interaktives Schaumagazin zur Land- und Ernährungswirtschaft. Auf ca. 3.000 m² Ausstellungsfläche wird bis Mai 2012 eine neue Ausstellungswelt über die Herkunft der Nahrungsmittel in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft entstehen. Erstmals in Deutschland werden Landwirtschaft und Ernährungsindustrie gemeinsam dargestellt, ihre Bezüge und gegenseitige Einflüsse aufgezeigt. Heutige Technik, frühere Arbeitsweisen und die Herstellung von Lebensmitteln werden hier anschaulich. Insgesamt sind rund 5,5 Millionen Euro für die Maßnahme veranschlagt. Neben der EU-Strukturförderung sind weitere Zuschüsse von Kommunen und Verbänden zugesagt. Zudem werden weitere Mittel auch über Stiftungen und Sponsoren eingeworben.
Pressekontakt:
Dr. Annika B. Schröder
Tel.: +49 (40) 355 10 355
Mailkontakt











