Niedersächsische Landwirtschaftsminister Gerd Lindemann verlieh das „Ei des Nordens“ an Hotel Altes Land in Jork

Ein roter Teppich, flankiert von riesigen goldenen Eiern, bereitete rund 200 geladenen Gästen aus Handel, Wirtschaft, Kultur und Presse eine Begrüßung wie bei den Oscars: In festlichem Rahmen wurde in Neu Wulmstorf das erste „Ei des Nordens“, ein Lebensmittel-Marketing-Preis für innovative Vermarktungsstrategien regionaler Lebensmittel, verliehen. Henner Schönecke (38), Initiator des Preises, hatte dazu auf seinen landwirtschaftlichen Betrieb eingeladen.
In seiner Begrüßungsrede betonte er den Faktor Vertrauen bei der Kaufentscheidung für Lebensmittel. Das Vertrauen der Kunden könnten seiner Ansicht nach insbesondere diejenigen Betriebe gewinnen, die regional, transparent und dabei innovativ arbeiteten. „Heute zeichnen wir Menschen aus, für die Regionalität nicht nur ein Trend ist. Wir zeichnen Menschen aus, die Regionalität besonders gut kommunizieren und vor allem leben.“, so der Kaufmann und Landwirt.
Der Preis „Ei des Nordens“ war von Schönecke Anfang des Jahres ausgelobt worden. „Möge der Preis dazu beitragen, ein Bewusstsein und eine Wertschätzung für die bunte Vielfalt der Lebensmittel vermarktenden Betriebe in der Metropolregion zu schaffen.“, wünschte sich der Unternehmer, der den Geflügelhof Schönecke in vierter Generation führt. Nachredner Jochen Winand, Vorstand der Süderelbe AG und Jurymitglied, erläuterte die Kriterien, nach denen die Jury die Auswahl des Preisträgers getroffen hatte. Der Betrieb sollte idealerweise die Region, in der er tätig ist, nachhaltig unterstützen, indem er beispielsweise alte Rassen und Sorten berücksichtigt und den Kunden wieder zugänglich macht. Neben der zwingend erforderlichen Alleinstellung der Idee mussten die nominierten Projekte auch wirtschaftlichen Erfolg nachweisen sowie persönliches Engagement eingebracht haben.

Preisträger Wehrt punktete in allen Bereichen: Seit sieben Jahren verfolgt Wilhelm Wehrt, angetrieben durch seinen Küchenchef Frank Müller, das erfolgreiche Konzept „Vergessene Genüsse … neu erleben!“. Wehrt konzentriert sich auf regionale Küche, die der Saisonkalender vorgibt. Regionale Küche mit regionalen Zutaten. Die Speisekarte folgt dem Lauf der Jahreszeiten. Kooperationen mit lokalen Erzeugern sichern dem Hotel einerseits die Verfügbarkeit der regionalen landwirtschaftlichen Schätze und sichern zugleich auch die Traditionen und den Erhalt beispielsweise alter Nutztierrassen und Nutzpflanzen.

Minister Gert Lindemann betonte, das Konzept der Regionalität sei mehr als Direktvermarktung. Man müsse die Idee haben und sie entschlossen verfolgen, so der Minister. „Die enge Verzahnung der Gastronomie mit lokalen Lieferanten und regionalen kulturprägenden Einrichtungen sind Eckpunkte eines herausragenden Profils als Hotel und Restaurant.“

 

Presseartikel:

Roter Teppich für das "Ei des Nordens"
Hambuger Abendblatt, 18. April 2011

Vergessene Genüsse aus Jork gewinnen Ei des Nordens
Harburger Anzeigen, 18. April 2011